Fonds kaufen & auswählen

Sollte ich Fonds kaufen?

Wer das Glück hat nach Abzug aller Lebenshaltungskosten über einen Geldbetrag zu verfügen und diesen anzusparen, fragt sich nach einer gewissen Zeit unweigerlich, wie er sein erspartes Kapital vernünftig anlegen kann. Denn wer sich nicht aktiv mit seinen Vermögenswerten beschäftigt, verliert Geld. Die Inflation sorgt schleichend dafür, dass das eigene Geld an Kaufkraft verliert.
Um in der aktuellen Niedrigzinsphase einen Inflationsausgleich zu erzielen, reichen das Tages- und Festgeldkonto oder festverzinsliche Wertpapiere nicht mehr aus. Höhere Renditen, die auch einen Nettogewinn ermöglichen, versprechen Fonds. Wer also verhindern möchte, dass die Inflation sein mühsam Erspartes auffrisst oder einfach mehr mit seinem Geld erreichen möchte, sollte über den Kauf von Fonds nachdenken.

Was ist ein Fonds?

Egal, ob sie die französische Aussprache Fonds oder der englische Fund bevorzugen, bei beiden Begriffen handelt es sich um eine Form der Geldanlage. Es handelt sich um ein Konstrukt einer Kapitalverwaltungsgesellschaft, die das Geld von Anlegern sammelt, in einem Sondervermögen gebündelt, um es dann in ein oder mehr Anlagebereiche zu investieren. Unterschiedliche Fonds haben unterschiedliche Anlageprinzipien. Es kann Fonds geben, die nur in deutsche IT-Firmen investieren, andere wiederum kaufen Plantagen in Neuseeland, manche spezialisieren sich auf Wechselkursgeschäfte. Grundsätzlich kann man zwischen einem geschlossenen und offenen Fonds unterscheiden. Beim geschlossenen Fonds wird das Anlagevermögen für ein bestimmtes Ziel gesammelt, beispielsweise zum Kauf eines Passagierjets, der dann an Airlines vermietet wird. Ist genug Geld zusammen, wird der Fonds geschlossen, es können keine weiteren Anleger mehr einsteigen. Im Gegensatz zu den geschlossenen Fonds haben offene Fonds diese Einschränkungen nicht. Jeder kann jederzeit Anteile kaufen, die auf den meisten Börsen frei wie Wertpapiere handelbar sind.

In welchen Fonds soll ich mein Geld anlegen?

Die oberste Regel eines erfolgreichen Investments besteht darin, dass der Käufer auch wirklich versteht, woraus sein Finanzprodukt versteht und wie es funktioniert. Erst so lassen sich Risiken abwägen. Ein breit aufgestellter Aktienfonds, wie der „DWS Aktien Strategie Deutschland“ (ISIN: DE0009769869), streut das Risiko, indem er in viele verschiedene deutsche Firmen investiert. Die Verluste der einen Aktie werden durch die Gewinne der anderen Aktien wieder aufgehoben (natürlich soll am Ende insgesamt immer noch ein Plus stehen). Selbst wenn ein Unternehmen insolvent werden sollte, ist so nicht das gesamte Vermögen verloren.

Während die Analyse eines indexnachbildenden ETFs wie dem ISHARES CORE DAX® UCITS ETF (DE) des Emittenten Black Rock (ISIN: DE0005933931) sich recht einfach gestaltet, wird sie bei einem geschlossenen Immobilienfonds undurchsichtiger. Hier muss der Interessent, genau wie ein Immobilienkäufer, die Wertentwicklung und die Mieteinnahmen einer Immobilie einschätzen können und prüfen, ob sie mit den eigenen Anlagezielen vereinbar sind.
Eine erfolgreiche Geldanlage wird durch ein Depot bestimmt, bei dem sich Risiken und Renditeerwartungen in der Waage halten. Interessenten sollten berücksichtigen, dass sie mit einem Fonds Verluste einfahren können, die sogar so weit reichen können, dass das gesamte Vermögen verloren ist. Über schwarze Schafe des Fonds-Geschäfts können sich Verbraucher auf der Webseite der BaFin informieren.

Welche Mischung für das eigene Depot am besten ist, hängt von sehr individuellen Faktoren ab. Wer sich unsicher, wie er bestimmte Anlageziele erreichen kann, wie dem Inflationsausgleich, der Altersvorsorge oder Rendite, sollte den Rat eines Fachmannes hinzuziehen. Gemeinsam können er und der Anleger, das Depot nicht nur „nach Gefühl“ aufbauen, sondern anhand von konkreten mathematischen Gesetzen eine konkrete Ausrichtung geben.